Kajaken in Neufundland
Unsere Flitterwochen sollten mit einem fuenftaegigen Seekayak-Trip beginnen. Bevor wir jedoch in Neufundland in See stechen konnten, mussten wir 24 Stunden durch die Luefte fliegen, von Halifax durch Nova Scotia und durch Neufundland nach Corner Brook fahren. Eine recht weite Strecke, die uns nach den turbulenten Tagen vor und waehrend der Hochzeit aber ganz gelegen kam. Im Flugzeug, Auto und auf der Faehre blieb viel Zeit, einfach noch mal alles Revue passieren zu lassen. Was auch gut so war, denn in Corner Brook wartete eine lustige Truppe auf uns, zwei Guides (unser Freund Simon und sein Kollege Kenny), Simons Freundin, drei Maedels aus Hamburg, ein Ehepaar aus Australien und Clemens.
In Neufundland gehoeren Dachgepaecktraeger offensichtlich eher zur Ausnahme, sodass wir mit all unseren Kayaks auf dem Dach, gepolstert durch unsere Isomatten, noch mal quer durch Neufundland gestartet sind und fuer eine Nacht ein B&B geentert haben. Vor lauter Vorfreude haben wir dort erst mal ne Party mit zwei Kisten Bier gestartet. Am naechsten Morgen wurde es ernst und wir haben einen ganzen Vormittag unsere Kayaks beladen. Nachdem Klamotten, Zelte, Essen und wir es uns in den Schalen bequem gemacht hatten, ging es auf zur ersten Ueberfahrt. Auf dem Wasser ist man mit einem Mal extrem klein, die Welt ganz gross und alles andere ziemlich schnell voellig egal. Als braeuchten wir einen kleinen Motivationsschub nach dem ersten Kulturschock, hat sich gleich mal ein Minki-Wal fuenf Meter neben unseren Kayaks gezeigt, schwamm drei bis vier mal auf und ab und verschwand wie er gekommen war. Damit waren auch schon unsere ersten Adrenalinquellen erschoepft.
Die naechsten Tage vergingen wie im Flug und es war erstaunlich, wie schnell man sich an das ein- und auspacken jeden Tag gewoehnt hatte. Am dritten Tag war es etwas stuermischer, sodass Lea und mir im Doppelkayak gleichzeitig schlecht wurde. Nach doppelter Pillendosis ging es weiter und mir war gleich klar: morgen steige ich nicht ins Kayak. Dafuer bekamen wir ein Luxus-Honeymoon-Breakfast an die Isomatte gebracht und hatten einen Tag auf einer einsamen Insel fuer uns, waehrend der Rest der Bande die Insel mit den Kayaks umschiffte.
Zurueck auf dem Festland wartete dann ein weiteres Hochzeitsgeschenk auf uns: im Strawberry-Hill-Resort hatte der Astrasparverein die Queens-Suite für uns gebucht. Dort führte uns der erste Weg vorbei am begehbaren Schrank in das Badezimmer, das mit Wanne und allen möglichen Körperpflegeprodukten ausgestattet war.
Nach zwei Stunden Wellnessprogramm konnten wir uns auf der Terrasse den ersten Aperitif gönnen und später im Restaurant das wohl beste Dinner Neufundlands genießen.
Gestern war Zeit für Shopping in Corner Brook und eine Barbecue-Party bei Simon. Zwischendurch habe ich die ersten Fotos hochgeladen. Wir haben übrigens unseren Rechner zu Hause gelassen, nun aber festgestellt, dass jedes Hotel und sogar jeder Campingplatz mit W-LAN ausgestattet ist. Dafür geht unser Handy nicht. Egal, man wird sehen, wann der nächste Bericht und die nächsten Fotos kommen. Nun fahren wir erst mal zu Wal-Mart um unseren platten Autoreifen zu wechseln und machen uns auf den Weg Richtung Fähre, mit der wir morgen nach Cape Breton Island übersetzen.
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- Published:
- 27.07.08 / 6pm
- Tags:
- flitterwochen, honeymoon, kayak, neufundland, simon, wale
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Daniel Röhe ist Schulleiter an der Bugenhagenschule. Hier finden Sie nähere Informationen im digitalen Portfolio, nehmen Kontakt auf oder suchen auf den weiteren Seiten für die Schule oder aus seinen Blogs.

