irisches tagebuch – band 3
Von: Daniel Röhe [daniel@roehe.de]
Gesendet: Freitag, 23. August 2002 01:27
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Betreff: Irisches Tagebuch – Band 3
Hallo Freunde,
dritte und letzte Etappe: ich sitze auf der Fähre und habe gerade Harwich verlassen. Seit drei Tagen bin ich alleine auf der Heimreise. Ich hoffe, dass Franz und Johannes immer noch gut voran kommen. Mir fiel es ohne meine Beifahrer nicht so leicht. But no harm…
In Irland um 7h Ortszeit am Freitag gestartet war ich lange Zeit alleine auf der Straße. Für Iren wohl zu früh um sich zu bewegen, diesmal hätte ich auch gerne mal wieder rechts fahren können. Aber auch ohne assistance habe ich mich brav links gehalten, mal sehen wie das in Deutschland geht! Kurz nach Athlone habe ich dann zwei deutsche Tramper aufgegabelt. Auf dem Weg bis Dublin konnten wir unsere Begeisterung über das Land teilen. Selbiges konnte ich einem Mitarbeiter des irish tourist board mitteilen, der mich an der Fähre befragte.
In Wales entschied ich mich für eine südlichere Route, eine kleine Bergstraße. Die Landschaft stand der Irischen für die ersten 100 Meilen in nichts nach. Nur die Briten kamen nicht so sympathisch rüber. In Shrewsbury musste ich der Müdigkeit nachgeben und fand Platz über einem “busy pub”. Die Stadt und das Nachtleben ließen sich wie Nantwich auf der Hinreise geniessen.
Am nächsten Morgen stellte sich aber heraus, das die Dusche kein warmes Wasser und das nicht vorhandene Personal kein Frühstück hergab. Mit diesem suspekten Eindruck verließ ich Shrewsbury Richtung Birmingham und dann vorbei an Coventry, Kettering (Buckhorn lässt grüßen!) und Cambridge nach Ipswitch. Die Stadt war nicht so reizvoll, dafür aber voller Briten, die ihre bank holidays genossen. Die Parkplatzsuche kostete mich etwas Nerven: Das letzte Parkhaus nach langer Einbahnstraße war auch noch zu niedrig für meinen leeren Kleintransporter. Mit etwas Glück bekam ich noch ein Bed & Breakfast und das so traditionell englisch wie nur möglich. Und das ließ mich den Nachmittag in den Einkaufsmeilen von Ipswitch genießen.
Heute musste ich nur noch die Küste entlang bummeln, konnte entspannt die Segler beneiden und mich über Nick Hornby’s “fever pitch” amüsieren. Ab morgen stehen die Chancen nicht schlecht, mich wieder in Hamburg anzutreffen. Dabei hat Susanne aber erst mal erste Priorität, mit der ich dann unseren nächsten Irland-Besuch planen kann. Und ein besonderer Gruß geht raus an Johannes und Franz. Danke für die schöne Zeit und seht zu, dass Ihr das Haus für meinen nächsten Besuch noch schöner macht!
An alle anderen: freue mich, Euch bald wieder zu sehen,
Daniel
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- Published:
- 23.08.02 / 9pm
- Category:
- urlaub
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Daniel Röhe ist Schulleiter an der Bugenhagenschule. Hier finden Sie nähere Informationen im digitalen Portfolio, nehmen Kontakt auf oder suchen auf den weiteren Seiten für die Schule oder aus seinen Blogs.

