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	<title>daniel roehe &#187; individualisierung</title>
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		<title>Individualität von Lehrern</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 17:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DR.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Freitag war Halbjahrespause in Hamburg. Alle hamburger Schulen hatten frei, was für unser Kollegium die Möglichkeit gab, eine Ganztageskonferenz zur Entwicklung eines Leitbilds für unsere Schule abzuhalten. Das Leitbild soll eine übergreifende Grundorientierung geben. Es umfasst Werte und Ideale, welche die Grundlage für das Zusammenleben und Arbeiten in der Schule bilden. Gleichzeitig werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Freitag war Halbjahrespause in Hamburg. Alle hamburger Schulen hatten frei, was für unser Kollegium die Möglichkeit gab, eine Ganztageskonferenz zur Entwicklung eines Leitbilds für unsere Schule abzuhalten. Das Leitbild soll eine übergreifende Grundorientierung geben. Es umfasst Werte und Ideale, welche die Grundlage für das Zusammenleben und Arbeiten in der Schule bilden. Gleichzeitig werden damit implizite Bildungsziele formuliert, auf die sich alle Praktiken in der Schule ausrichten. Ganz schön abstrakt, wenn man gerade aus dem alltäglichen Unterrichten kommt und doch irgendwie wichtig. Vor allem dann, wenn man mit vielen Menschen zusammen arbeitet. Da es immer mehr Dependancen der Bugenhagen-Schulen in Hamburg gibt, kamen 180 Mitarbeiter zusammen.</p>
<p><span id="more-404"></span>Das Leitbild steht unter der Überschrift &#8220;christliche Gemeinschaft&#8221;, für eine evangelische Schule nicht ungewöhnlich. Darunter finden sich die grundlegenden Orientierungen &#8220;Verantwortung&#8221;, &#8220;Respekt&#8221;, &#8220;Selbstbestimmung&#8221; und &#8220;Individualität&#8221;. Durch Losen wurden wir verschiedenen Arbeitsgruppen zugeordnet. Mich traf das Los Individualität. In der Arbeitsgruppe ging es zunächst darum, den Begriff Individualität näher zu beschreiben. In einem zweiten Schritt sollten wir diskutieren, wie sich Individualität in der Schule darstellt.</p>
<p><strong>Individualität der Schüler&#8230;</strong></p>
<p>Verhältnismäßig schnell stellte sich Konsens darüber her, das wir Schülern in der Schule höchstmögliche Individualität einräumen wollen. Alle Schüler sollen in ihren Fähigekeiten und Interessen angemessen wertgeschätzt und gefördert werden. Die Individualität der Schüler trägt zur Vielfalt bei. Jeder soll diese Vielfalt erleben und wertschätzen können. Die Individualität soll dennoch dem Wohle der Allgemeinheit nachstehen. Praktisch heißt das, dass Schüler in der Auslebung ihrer individuellen Freiheiten keinen anderen Schülern zur Last fallen dürfen, z.B. durch Störung des Unterrichts. Man könnte hier auch den Grundsatz der Liberalität anführen: Die Freiheit des Einzelnen darf die Freiheit seines Nächsten nicht beeinträchtigen. Die Diskussion war sehr anregend und interessant. Mich hat an diesem Punkt fasziniert, dass ein so großer Konsens unter allen Kollegen herrscht.</p>
<p><strong>&#8230;gleich: Individualität der Lehrkräfte?</strong></p>
<p>Als es um die Individualität von Lehrkräften ging, wurde die Diskussion schon bunter. Grundsätzlich waren wir der Meinung, dass unsere Individualität denen der Schüler nachsteht. Womit so viel gesagt werden sollte, dass die Bedürfnisse der Schüler selbstverständlich erste Priorität haben. Dennoch lässt sich die Individualität von Lehrkräften nicht zurückstellen oder vertuschen. Zu einer wichtigen Eigenschaft eines Lehrers gehört auch die Authentizität, mit der er seine Sache vorträgt oder moderiert. So hat jeder Schüler auch die Möglichkeit, sich in seiner Entwicklung an dem Lehrer-Typ orientiert, der ihm eher liegt. Durch ständige Teamarbeit im Unterricht können wir den Schülern hier sicherlich einiges bieten.</p>
<p>Dennoch lässt sich fragen, wie stark Lehrer eigentlich ihre eigene Stimmung mit in den Unterricht tragen dürfen. Müdigkeit lässt sich bekanntlich auch durch Kaffeekonsum kaum vertuschen. Da reagiert man schon mal schneller auf Regelverstöße. Es gibt aber durchaus auch Kollegen, die mit schlechter Laune vor der Klasse hin und wieder nicht hinterm Berg halten. Dann stehen die individuellen Bedürfnisse der Schüler weiter hinten an als man sich wünschen würde. Sicherlich kann man sich fragen, wie viel Individualität eine Lehrerpersönlichkeit verträgt. Oder: Gibt es eine professionelle Individualität? Es wird also spannend, wie der Begriff &#8220;Individualität&#8221; im Leitbild letztendlich ausgelegt wird.</p>
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		<title>Besondere Lernaufgaben</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 04:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DR.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war ja klar, je mehr man sich vornimmt, desto mehr scheitert man an der Zeit. Und ohne Zeit keine gute Reflexion über das was man tut. Aber es sind noch ein paar Minuten bis ich los muß.
Seit dieser Woche haben die Schülerinnen und Schüler in meiner Klasse die Möglichkeit, sich eine besondere Lernaufgabe zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ja klar, je mehr man sich vornimmt, desto mehr scheitert man an der Zeit. Und ohne Zeit keine gute Reflexion über das was man tut. Aber es sind noch ein paar Minuten bis ich los muß.</p>
<p>Seit dieser Woche haben die Schülerinnen und Schüler in meiner Klasse die Möglichkeit, sich eine besondere Lernaufgabe zu wählen, die über den Unterricht hinaus geht. Diese besondere Lernaufgabe können sie in ausgewiesenen Zeiten des Stundenplans eigenständig bearbeiten. Möchte also ein Schüler seine Rechtschreibung verbessern, so kann er mit diesem Wunsch zu uns kommen. Wir suchen dann in einem Gespräch einen überschaubaren Bereich heraus, in dem er sich verbessern kann und möchte. Dies wird in einem Formular festgehalten und damit auch ein Zeitraum festgelegt, in dem die Arbeit stattfinden soll. Wir verpflichten uns, dem Schüler dann passende Aufgaben und Materialien zur Verfügung zu stellen, sofern er diese nicht selbst finden kann. Der Schüler verpflichtet sich, selbstständig an seiner Aufgabe zu arbeiten und darüber ein einfaches Lerntagebuch zu schreiben. Nach dem festgelegten Zeitraum treffen wir uns dann wieder und sehen uns an, wie weit der Schüler gekommen ist. Sollte er sein Ziel erreicht haben, so können wir ein neues suchen. Sollte das Ziel nicht erreicht worden sein, so suchen wir gemeinsam nach anderen Hilfen oder modifizieren das Ziel.</p>
<p>Die Form der besonderen Lernaufgabe ist für uns alle völlig neu und wir haben uns glaube ich sehr viel vorgenommen. Noch verfolgen die Schüler das Vorhaben mit etwas Skepsis und formulieren vorsichtig erste Lernziele für sich. Mal sehen, was wir für Erfahrungen machen. Man darf gespannt sein &#8211; also an die Arbeit.</p>
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		<title>Schulstart</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 18:17:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DR.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen geht&#8217;s nach den Sommerferien wieder los. Die letzten Tage habe ich mit meinen Kollegen schon sehr viel vorbereitet und die Klasse ist nun super aufgeräumt und alles liegt an Ort und Stelle. Ich freu mich auf die Schüler und hoffe, dass die sich auch freuen wieder in der Schule zu sein. Spätestens wenn sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen geht&#8217;s nach den Sommerferien wieder los. Die letzten Tage habe ich mit meinen Kollegen schon sehr viel vorbereitet und die Klasse ist nun super aufgeräumt und alles liegt an Ort und Stelle. Ich freu mich auf die Schüler und hoffe, dass die sich auch freuen wieder in der Schule zu sein. Spätestens wenn sie sehen, was wir alles getan haben. Aber ich habe nicht nur viel aufgeräumt sondern gehe auch einen ersten großen Schritt auf dem Weg zum völligen Umbau des klassischen Unterrichts, den die Klasse bisher erlebt hat.<br />
<span id="more-313"></span>Das letzte Jahr habe ich als eines wahrgenommen, in dem ich den ganzen Schulbetrieb und den langfristigen Umgang mit Schülern und Eltern kennen gelernt sowie in meine Rolle als Lehrer gefunden habe. Im nächsten Jahr setze ich einige Vorstellungen um, die ich in Studium und Referendariat entwickelt habe. Und das ist eine Menge. Zunächst hier nur einige Stichworte: nahezu vollständige und unmittelbare Lebensweltorientierung, fächerübergreifender, projektorientierter Unterricht, mehr Differenzierung und Individualisierung sowie selbstverantwortetes, soziales und kommunikatives Lernen. Dafür habe ich mit meinem Team einen völlig neuen Stundenplan und verschiedene neue Methoden und Materialien entwickelt. Aber ich will nicht zu viel verraten &#8211; es könnten ja Eltern und Schüler mitlesen. Die Umsetzung habe ich schrittweise geplant und werde an dieser Stelle immer so viel berichten wie ich es auch im Unterricht vermittle. Was die Schüler davon halten, könnt Ihr dann in <a href="http://www.roehe.de/schule">deren Blog</a> lesen.</p>
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